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Bachelor · Schweizer Prüfungsstandard

95%-Konfidenzintervall der postoperativen Verweildauer (t-Verteilung)

Pflegestudium HSLU Inferenzstatistik: 95%-Konfidenzintervall mit t-Verteilung und Standardfehler Schritt für Schritt herleiten.

?

Aufgabenstellung

Im Rahmen einer Qualitätsstudie am Kantonsspital Luzern (LUKS) wird die postoperative Verweildauer von 25 Patientinnen und Patienten nach einem standardisierten chirurgischen Eingriff erhoben. Die Populationsstandardabweichung sigma ist unbekannt.
Aufgabe:
Berechne das 95 %-Konfidenzintervall für die mittlere Verweildauer mu der Population.
Gegeben:
n=25n = 25xˉ=6.4 Tage\bar{x} = 6.4\,\text{Tage}s=2.0 Tages = 2.0\,\text{Tage}1−α=0.951 - \alpha = 0.95
Gesucht:
dfdfSESEt24; 0.975t_{24;\, 0.975}KI\text{KI}

Didaktischer Denkansatz

Da die Populationsstreuung sigma unbekannt ist und durch die Stichprobenstreuung s geschätzt werden muss, kommt die t-Verteilung mit df = n - 1 Freiheitsgraden zur Anwendung.

Schritt-für-Schritt-Herleitung

1

Standardfehler des Mittelwerts (SE) berechnen

Teile die Standardabweichung der Stichprobe durch die Quadratwurzel des Stichprobenumfangs.

SE=sn=2.025=2.05=0.40 TageSE = \frac{s}{\sqrt{n}} = \frac{2.0}{\sqrt{25}} = \frac{2.0}{5} = 0.40\,\text{Tage}
2

Kritischen t-Wert bestimmen und Fehlerspanne berechnen

Für df = 24 und ein zweiseitiges 95 %-Sicherheitsniveau beträgt der Tabellenwert t = 2.064. Multipliziere diesen mit dem SE.

Δ=t24; 0.975⋅SE=2.064⋅0.40=0.8256≈0.83 Tage\Delta = t_{24;\, 0.975} \cdot SE = 2.064 \cdot 0.40 = 0.8256 \approx 0.83\,\text{Tage}
3

Konfidenzintervallgrenzen berechnen

Subtrahiere bzw. addiere die Fehlerspanne Delta zum Stichprobenmittelwert.

KI95%=xˉ±Δ=[6.4−0.83; 6.4+0.83]=[5.57; 7.23] TageKI_{95\%} = \bar{x} \pm \Delta = [6.4 - 0.83;\, 6.4 + 0.83] = [5.57;\, 7.23]\,\text{Tage}
Mathematisches Endergebnis
KI95%=[5.57; 7.23] TageKI_{95\%} = [5.57;\, 7.23]\,\text{Tage}

Häufige Schweizer Prüfungsfehler

  • •Fälschliche Verwendung des z-Wertes (1.96) anstelle des t-Wertes (2.064) trotz unbekannter Populationsstreuung sigma.
  • •Verwechslung von Standardabweichung s (Streuung der Einzelwerte) mit dem Standardfehler SE (Streuung des Mittelwerts).
Verständnis-CheckDirektes Feedback

Warum muss bei n = 25 und unbekanntem Sigma zwingend die t-Verteilung statt der Standardnormalverteilung (z) genutzt werden?

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