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Bachelor · Schweizer Prüfungsstandard

Einstichproben-t-Test: Signifikanzprüfung gegen einen klinischen Normwert

Inferenzstatistik Pflege FH: Einstichproben-t-Test Schritt für Schritt mit empirischem t-Wert und Freiheitsgraden berechnen.

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Aufgabenstellung

Auf einer chirurgischen Bettenstation wird die subfebrile Körpertemperatur bei 16 postoperativen Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine Spitalinfektion gemessen. Der physiologische Normwert liegt bei mu = 37.0 °C.
Aufgabe:
Prüfe bei einem Signifikanzniveau von alpha = 0.05 (zweiseitig), ob die mittlere Körpertemperatur signifikant von der physiologischen Norm abweicht.
Gegeben:
μ0=37.0 ∘C\mu_0 = 37.0\,^\circ\text{C}n=16n = 16xˉ=37.6 ∘C\bar{x} = 37.6\,^\circ\text{C}s=0.8 ∘Cs = 0.8\,^\circ\text{C}α=0.05\alpha = 0.05
Gesucht:
dfdfSESEttt15; 0.975t_{15;\, 0.975}

Didaktischer Denkansatz

Vergleiche den empirischen Stichprobenmittelwert über die t-Verteilung mit dem klinischen Sollwert mu0, da die Populationsstreuung unbekannt ist.

Schritt-für-Schritt-Herleitung

1

Freiheitsgrade (df) und Standardfehler (SE) bestimmen

Berechne df = n - 1 und teile die Stichprobenstreuung s durch die Wurzel aus n.

df=16−1=15,SE=sn=0.816=0.84=0.20 ∘Cdf = 16 - 1 = 15,\quad SE = \frac{s}{\sqrt{n}} = \frac{0.8}{\sqrt{16}} = \frac{0.8}{4} = 0.20\,^\circ\text{C}
2

Empirische Prüfgrösse t berechnen

Setze Mittelwert, Normwert und Standardfehler in die Prüfformel ein.

t=xˉ−μ0SE=37.6−37.00.20=0.600.20=3.00t = \frac{\bar{x} - \mu_0}{SE} = \frac{37.6 - 37.0}{0.20} = \frac{0.60}{0.20} = 3.00
3

Mit kritischem t-Wert vergleichen und Schlussfolgerung ziehen

Für df = 15 lautet der zweiseitige Schwellenwert t_krit = 2.131. Bei einer einseitigen Fragestellung läge t_krit bei 1.753.

t=3.00>2.131  ⟹  H0 verwerfen (statistisch hochsignifikant)t = 3.00 > 2.131 \implies H_0\ \text{verwerfen (statistisch hochsignifikant)}
Mathematisches Endergebnis
t=3.00(p<0.05,  H0 Verworfen: Ko¨rpertemperatur liegt signifikant u¨ber der Norm)t = 3.00\quad (p < 0.05,\; H_0\ \text{Verworfen: Körpertemperatur liegt signifikant über der Norm})

Häufige Schweizer Prüfungsfehler

  • •Freiheitsgrade fälschlich als df = n statt df = n - 1 bestimmt.
  • •Einseitige und zweiseitige Fragestellungen verwechselt (zweiseitig t = 2.131 vs. einseitig t = 1.753).
Verständnis-CheckDirektes Feedback

Welche Auswirkung hat eine Vergrösserung der Stichprobe n bei gleichbleibender Streuung s auf den Einstichproben-t-Test?

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