Bachelor · Schweizer Prüfungsstandard
Einstichproben-t-Test: Signifikanzprüfung gegen einen klinischen Normwert
Inferenzstatistik Pflege FH: Einstichproben-t-Test Schritt für Schritt mit empirischem t-Wert und Freiheitsgraden berechnen.
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Aufgabenstellung
Auf einer chirurgischen Bettenstation wird die subfebrile Körpertemperatur bei 16 postoperativen Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine Spitalinfektion gemessen. Der physiologische Normwert liegt bei mu = 37.0 °C.
Aufgabe:
Prüfe bei einem Signifikanzniveau von alpha = 0.05 (zweiseitig), ob die mittlere Körpertemperatur signifikant von der physiologischen Norm abweicht.
Gegeben:
Gesucht:
Didaktischer Denkansatz
Vergleiche den empirischen Stichprobenmittelwert über die t-Verteilung mit dem klinischen Sollwert mu0, da die Populationsstreuung unbekannt ist.
Schritt-für-Schritt-Herleitung
1
Freiheitsgrade (df) und Standardfehler (SE) bestimmen
Berechne df = n - 1 und teile die Stichprobenstreuung s durch die Wurzel aus n.
2
Empirische Prüfgrösse t berechnen
Setze Mittelwert, Normwert und Standardfehler in die Prüfformel ein.
3
Mit kritischem t-Wert vergleichen und Schlussfolgerung ziehen
Für df = 15 lautet der zweiseitige Schwellenwert t_krit = 2.131. Bei einer einseitigen Fragestellung läge t_krit bei 1.753.
Mathematisches Endergebnis
Häufige Schweizer Prüfungsfehler
- •Freiheitsgrade fälschlich als df = n statt df = n - 1 bestimmt.
- •Einseitige und zweiseitige Fragestellungen verwechselt (zweiseitig t = 2.131 vs. einseitig t = 1.753).
Verständnis-CheckDirektes Feedback
Welche Auswirkung hat eine Vergrösserung der Stichprobe n bei gleichbleibender Streuung s auf den Einstichproben-t-Test?
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