Bachelor · Schweizer Prüfungsstandard
Satz von Bayes: Positiver prädiktiver Wert (PPV) bei Diagnosetests
Psychologische Diagnostik: Satz von Bayes für Sensitivität, Spezifität und Prävalenz anwenden und positiven Vorhersagewert bestimmen.
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Aufgabenstellung
Ein diagnostischer Screeningtest für eine Entwicklungsstörung (Prävalenz 2 %) hat eine Sensitivität von 95 % und eine Spezifität von 90 %.
Aufgabe:
Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine positiv getestete Person tatsächlich betroffen ist (Positiver prädiktiver Wert PPV).
Gegeben:
Gesucht:
Didaktischer Denkansatz
Verwende die Bayes-Formel: Teile die Wahrscheinlichkeit für echt positiv durch die Gesamtwahrscheinlichkeit aller positiven Testergebnisse.
Schritt-für-Schritt-Herleitung
1
Gesamtwahrscheinlichkeit eines positiven Testergebnisses P(T+) berechnen
Summiere die echt positiven und die falsch positiven Befunde auf.
2
Satz von Bayes anwenden (PPV)
Teile die echt positiven Fälle durch alle positiven Tests.
Mathematisches Endergebnis
Häufige Schweizer Prüfungsfehler
- •Basisraten-Fehlschluss: Fälschlich angenommen, dass 95 % Sensitivität gleichbedeutend mit 95 % Erkrankungswahrscheinlichkeit bei positivem Test ist.
Verständnis-CheckDirektes Feedback
Warum ist der positive prädiktive Wert bei seltener Prävalenz oft überraschend gering, obwohl der Test eine hohe Sensitivität aufweist?
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